

Die Pferdeosteopathie wird als eine ganzheitliche medizinische Behandlungsmethode definiert, deren Ziel es ist, Funktionsstörungen und Blockaden im Körper des Pferdes durch sanfte manuelle Techniken aufzulösen, die als ursächlich für eine Krankheit oder ein Symptom angesehen werden. Grund hierfür ist, dass bei einer Einschränkung der Beweglichkeit der Gewebe oder Gelenke der Organismus zunächst mit Anpassung und Kompensation reagiert. Dauert eine körperliche Dysfunktion jedoch zu lange an oder kommen weitere Ungleichgewichte in der Entfaltung der freien Bewegung hinzu, gerät der Pferdekörper an die Grenzen seiner Anpassungsfähigkeit. In der Folge entstehen Krankheiten oder Funktionsstörungen, die sich in Spannungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen äussern können.
Die Osteopathie folgt den Prinzipien der angewandten Anatomie, Physiologie und Pathologie. Dabei wird der Körper als Einheit betrachtet, ähnlich einem Uhrwerk, da sämtliche Strukturen und Funktionen eng miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen.